Leichte Feder

Leichte Feder – Leichtigkeit beim Schreiben!

Vor vielen vielen Jahren habe ich für mich das Schreiben entdeckt. Im Alter von 16 Jahren kam in mir erstmals der Wunsch auf, dass ich eine Autorin, Schriftstellerin sein möchte.

Meine Kindheit war wie bei sehr vielen Menschen auch, nicht sehr mit Liebe und Wertschätzung geprägt, wie es vielleicht sein hätte sollen. Durch Filme und das Schreiben habe ich mir meine Welt besser gemacht. Sie wurde bunter und freundlicher.

Ich konnte so vieles SEIN, was ich in der realen Welt eben nicht war.

Das Schreiben und viele Filme haben mir das LEBEN gerettet.

Mir wurde sehr oft mitgeteilt, dass ich nicht schreiben könne, da die vielen Regeln der Grammatik und ähnliches nicht in meinem Kopf hängengeblieben sind. Doch den Inhalt von einigen Geschichten lobten meine Lehrer sehr oft und fanden auch meine ausgeprägte Phantasie ganz toll.

Doch dieses Lob wurde schnell zunichte gemacht, wenn ich meine Aufsätze zurückbekommen habe. Denn viele meiner Aufsätze wurden regelrecht in dieser roten Korrekturfarbe ertränkt.

Die Euphorie und Freude vom ersten Lob verblasste sehr schnell.

In den Jahren nach der Schule schrieb ich nur für mich und dieser innere Wunsch wuchs trotzdem weiter. Mein Gedanke dazu, den ich mir immer wieder selbst beantwortete war „es gibt ja Spezialisten, Lektoren“, die dies korrigieren können.

Also!

Immerhin haben die ja ihre Berufung gefunden.

Sie können Fehler entdecken und ICH kann gut meine Gefühle und Emotionen verpacken. Ich bin einfach eine gute Geschichtenerzählerin – PUNKT!

Fest entschlossen einmal MEIN BUCH in den Händen zu halten schrieb ich weiter. Anfangs wurden es Gedichte, dann kurze Sequenzen von Erlebtem, damit ich die Emotionen und Gedanken nicht vergesse.

All diese Notizen sammelte ich und überlegte, wie ich da am besten ran gehen sollte. Wie der Titel sein soll und vieles andere.

Ja ich bin noch vor dem Computer-Hype geboren bin und auch, wenn ich diese mittlerweile auch nicht mehr ganz neue und für viele „normale“, Technologie liebe, liebe ICH das schreiben auf Papier noch viel mehr.

Das Schreiben auf Papier geht mir viel leichter von der Hand. Dort achte ich überhaupt nicht, ob ich einen Fehler mache. Schreiben mit einer Feder auf Papier, da fliessen Emotionen.

Das fällt mir beim Schreiben auf dem Computer etwas schwerer, da ich dann sehr gern von dem Computerprogramm aus dem innerem Impuls raus gerissen werde, da er, der Computer mich immer darauf hinweist, was ich falsch geschrieben habe.

Ich hoffe Du kannst mir folgen, wie ich das meine.

Für mein erstes Buch, meine Biographie benötigte ich 20 Jahre, bis es fertig war.

Vielleicht fragst Du Dich warum so lange?

Das kann ich Dir sehr gern beantworten.

Das Leben ist ein ständiges Wunder, ein ständiger Wandel.

Wenn ich mir die Zeit genommen habe mich hinzusetzen um einen Teil des Erlebten in Worte zu fassen, durfte ich es ja erstmals von dem Ort, wo ich es versteckt hatte, hervorholen. Durch das bewusst werden, das erneute Durchleben der Situation, dieses Mal als Beobachter und nicht als Opfer, konnte ich es aufarbeiten.

Doch dann kam manchmal, zeitweise auch sehr oft, das reale Leben dazwischen mit einer neuen Herausforderung.

Tja, und dann hatte ich ZWEI Probleme!

Das eine das zwar nicht mehr so relevant und trotzdem irgendwie da war. Denn ich hatte es ja von den Toten wieder auferstehen lassen.

UND das Neue, wirkliche Thema.

Solche Momente katapultieren mich oft in eine Art Ohnmacht.

Hier wurde das Alte gleich wieder an den alten Platz zurückgeschoben und ich befasste mich mit dem aktuellen Thema.

Ein neues Thema kann vieles sein.

Bei mir war es einst der Missbrauch den wir alle auf irgendwelchen Weise erlebt haben. Zuerst meine Liebe, dann meine Scheidung, der Drogenkonsum, meine Stimmungsschwankungen, um nur ein paar Beispiele zu nennen.

Ein Neues Trauma, oder ein neuer Schicksalsschlag der gerade geschehen ist, benötigt seine ZEIT. Die nötige Aufmerksamkeit um verarbeitet werden zu können.

Erst wenn der grösste Schmerz vorbei ist, erst dann kann man sich dem Thema wieder erneut widmen um eben dieses Erlebte wieder in Worte zu verpacken.

Und genau wegen diesen Prozessen entstand mein Buch über einige Jahre.

Jedes Buch, das geschrieben wird, verändert zu aller erst das Leben, des Autors. Margot Dimi

Dieses Zitat von meiner Freundin bringt es so sehr auf den Punkt. Es hat MICH verändert und ich würde diesen WEG immer wieder gehen.

Also, wenn Du das Schreiben liebst, dann schreibe als erstes nur für DICH. Und wenn einer innere Stimme zu Dir sagt, dass soll raus, dann TUE es!

Ob Du nur für Dich schreibst, oder für Andere das ist total nebensächlich. Viele Menschen reden viel zu viel und geben ungefragt ein Feedback, obwohl man ihre Meinung gar nicht wissen wollte.

Lass sie reden und denken was sie wollen!

Denn genau diese Menschen reden und denken von einem sowieso das, was sie WOLLEN!

Die meisten von ihnen sind mit ihrem eigenem Leben unzufrieden, also schalte auf Durchzug.

Ist wirklich besser!

Was ich damit sagen will ist, dass es ganz wichtig ist, sich selbst TREU zu bleiben und seiner Intuition folgen, egal was Andere sagen.

JEDER MENSCH kann Schreiben!

Viele können nicht ALLE diese Wörter, Geschichten verstehen, da sie sich nicht in der gleichen Schwingung befinden. Somit können Deine Sätze noch so präzise und eloquent sein, er oder sie, werden sie trotzdem nicht verstehen, da sie es nicht fühlen.

Jeder einzelne da draussen sollte … IMMER mit dem Menschen beginnen, die Welt zu verändern, der einem jeden Morgen als erstes aus dem Spiegel entgegenblickt. Samuela Frei

Also, nimm Dir ein Blatt Papier und schreibe mit Deinem Lieblingsstift alles auf, was Dich freut, kümmert oder auch stört. Das Tolle beim drauflos schreiben ist, wenn man KEINEN Plan hat, kann wunderbares daraus entstehen.

Freiheit der Gefühle und Gedanken. Freiheit im Kopf, was das allerbeste Gefühl ever ist. UND das Allerbeste ist: Wenn ich meine Zeile später selbst lese entsteht Klarheit.

Viel Spass bei Deiner neuen Lieblingsbeschäftigung!

Veröffentlicht von Redaktion

Alles was es über MICH zu Wissen benötigt, steht in meinen Blog-Artikeln.

Ein Kommentar zu “Leichte Feder

  1. Liebe Sam! Ich danke dir für das Vertrauen, dass ich dich bei den Geburten deiner Bücher begleiten darf. Dass du mir deine rohen Werke anvertraust. Es macht einfach nur Spass, Impulse zu geben und dich dabei zu beobachten, wie du jetzt ein Buch nach dem anderen „raushaust“. Ich wünsche dir Erfolg, um ein vielfaches grösser als du dir auch nur vorstellen kannst!

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