Social Distancing oder Agoraphobie

Dies ist ein erweiterterer Blogbeitrag zu dem Artikel von gestern, zu den Ängsten. Da es zuviel auf einmal gewesen wäre habe ich ihn getrennt.

Was haben diese zwei Bezeichnungen gemeinsam? Die Erste ist vor ca. zwei Jahren so richtig in Mode gekommen und in den Köpfen eingepflanzt worden. Die Andere, ist eine psychische Störung. Oder besser gesagt eine andere Art von tiefsitzender Angst. 

Früher als ich einige Filme sah und in einigen Filmen, Menschen gezeigt wurden, die es einfach nicht mehr schafften das Haus zu verlassen, dachte ich mir „das ist traurig“. Und ja, ich gebe es zu, manchmal dachte ich auch, dass die schon ein wenig übertreiben, denn das kann doch jeder einfach TUN. Es ist doch ganz einfach. Zu dieser Zeit, mit diesem Denken war ich Mitte 20ig und ich hatte keine Ahnung, da ich in diesem Bereich, noch überhaupt keine Erfahrungen gesammelt habe.

Vor 3 Jahren Jahren zog ich mich immer mehr und mehr zurück, weil ich die Menschen so wie sie dachten und auch ab und an handelten, nicht mehr klarkam. Ich liebte meine einsame Insel, meine Komfortzone. Ich tat es freiwillig, weil ICH es wollte. Doch dann kam die Pandemie und Menschen wurden „gezwungen“ sich zu isolieren. Es wurden sehr viele Worte gesagt, sehr viele verletzende und traurige Worte wurden vielen Menschen eingetrichtert. Am allermeisten schmerzten mich die Aussagen, dass Kinder für den eventuellen Tod von ihren Grosseltern „Schuld“ wären. Social distancing wurde forciert. 

Nach über 2 Jahren in vielen Köpfen der Menschen, hat dies eine Vorstufe der Agoraphobie ausgelöst. Immer mehr Menschen leiden darunter. Sie haben Angst vor Situationen oder Orte, die das Gefühl erwecken könnten, nicht mehr entkommen zu können. Es gibt Menschen in meinem Umfeld die sich früher selten Gedanken gemacht haben was andere über sie denken, vielleicht ein bisschen, doch nicht so wie sie es nun tun. Da es diese wochenlange Isolierungen gab, blieb vielen nur die Flucht ins Internet um überhaupt Kontakt zu pflegen. Doch sobald man etwas gesagt oder geschrieben hat, was jemand anderen nicht passte, wurde man runtergemacht und übelst beschimpft. Dies hinterliess Spuren in der Psyche und nun fragt man sich, was stimmt noch und was ist gelogen? 

Ich persönlich hätte mir NIE im Leben gedacht, dass ICH, dieser äusserst lebensfrohe und extrovertierte Mensch, jemals Angst vor menschlicher Nähe haben könnte, doch genau das durfte ich erleben. Vielleicht habe ich es für MICH auch nur deshalb erlebt, damit ICH die Menschen die massiv darunter leiden, besser verstehen kann. 

Sich selbst zu motivieren ist ein SOOOO verdammt harter Schritt. Sich das LEBEN neu zu schenken und sich zu erfreuen, belächeln viele. Auch ich tat diese aus meiner Unwissenheit heraus. Diese Lebensfreude wieder zu finden braucht MUT. Und damit vielen Menschen von diesem MUT profitieren habe ich eine BITTE an jeden einzelnen der meine Zeilen liest. BITTE bagatellisiert diese Angst nicht, wenn ihr sie nicht kennt. Sie als lächerlich oder dumm zu beschreiben wäre kontraproduktiv. Seit einfach für den Menschen da und schenkt ihnen Kraft, Energie, Glaube es wieder raus zu schaffen und schenkt ihnen eine grosse Portion Vertrauen. Vertrauen, dass nicht ALLE Menschen „ich-bezogen“ sind. Zeigt ihnen, dass es Menschen gibt, die für die LIEBE und das LEBEN leben! 

Danke, in Liebe Deine Sam

Quintessenz: WIR Menschen sind nicht gemacht für Isolierung oder social distancing. WIR Menschen benötigen andere Menschen zum Überleben. Soziale Kontakte, Gespräche und Berührungen gehören zu den Grundbedürfnissen eines Menschen dazu um sich überhaupt weiterentwickeln zu können. 

Veröffentlicht von Redaktion

Alles was es über MICH zu Wissen benötigt, steht in meinen Blog-Artikeln.

2 Kommentare zu „Social Distancing oder Agoraphobie

  1. Genauso ist es Sam!

    Je mehr Emotionen wir lösen können umso besser.
    Es gibt glaube ich nicht einen einzigen Menschen, der mit etwas konfrontiert wurde, das ihn nicht ins Wanken mit sich gebracht hat.
    Wenn wir einander ernst nehmen und achtsam sind miteinander, haben wir die Chance aus solchen Ängsten oder anderen Situationen die nicht mit Liebe verbunden sind, uns zu heilen. Ich empfinde es wie ein sich Häuten. Es ist nun eine Zeit der Verschränkungen miteinander. Wir dürfen Not ansehen, die Angst und durch den Willen
    den Weg der Liebe zu gehen heilen wir uns. Ich sehe gerade jetzt, dass wir aus solcher Not eine Chance für eine andere Qualität von Fülle und Leichtigkeit erhalten.
    Gerade diese Menschen, die sich jetzt in dieser Liebesfrequenz finden, können, wenn sie sich öffnen, können durch diese Art der Ergänzung einen Sprung in die Fülle tun.
    Ich habe heute so einiges in kurzer Zeit heilen dürfen, nur durch den Kontakt zu dir, den Austausch. Danke dafür.
    Solange jemand mit der Angst vor Kontakt zu tun hat, denke ich er sollte zuerst den Kontakt zur Natur wieder herstellen.
    Ich schlage vor dir einen Baum auszusuchen und am Baum zu Meditieren, ihn fühlen.
    Sei konsequent und lasse dich auf den Baum und die Welt des Waldes ein. Du wirst geheilt werden in deiner Chemie und somit auch in deiner Psyche. Es wird ein freies leichtes Gefühl in dir entstehen können, das dir den Mut gibt einen Menschen zu treffen. Viel Freude bei der Freude…

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